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Story of Stuff

Fangemeinde!

Gerade eben habe ich einen Film gesehen, den ich unbedingt hier erwähnen möchte.

Es geht in "The Story of Stuff" (http://www.storyofstuff.com) um die Zusammenhänge zwischen Resourcenausbeutung, Produktion, Verkauf, Konsum und Abfall.
Klingt nach blödem Greenpeace-Genöle? Aber gar nicht!
Die Presenterin Annie Leonard, die auch als Produzentin tätig geworden ist, erklärt charmant und gewitzt den Produktionszyklus und zeigt die Zusammenhänge zwischen Konsum und Umweltzerstörung auf.
Dabei schreckt sie nicht davor zurück, auch politische und gesellschaftliche Missstände anzuprangern, die zur Zerstörung unseres Planetens und unserer Gesellschaft beitragen oder sogar die Gründe sind. Selbst geschichtlicher Hintergrund wird gegeben.

Sie führt dabei durch eine Animation, die mit einfachen Mitteln ihren Fließtext ilustriert.

Die Ausführungen zum Thema sind trotz einigen Überzeichnungen fundiert und gleiten niemals ins Lächerliche oder Reißerische ab.
Besonders schön ist, dass man nach dem Ansehen dieses Films nicht ratlos und ob der Monstrosität des Problems verdattert zurück gelassen wird. Annie gibt im Film und auf der Website konkrete Tipps, wie man sein eigenes Leben grüner machen kann.

Meine Güte, das waren 20 sinnvoll investierte Minuten. Ansehen!

PS: Ich bin leider nicht von ganz alleine auf Annies tollen Film gestoßen, die Süddeutsche Zeitung Online hat mir auf die Sprünge geholfen (www.sueddeutsche.de)
13.4.08 20:17


I dream of...

Antigone Magazine hat eine unglaublich tolle Aktion gestartet.
Die Macherinnen bitten darum, Postkarten zum Thema "dreams for women" zu designen und einzuschicken.
Einige Beispiele sind schon auf der Seite http://antigonemagazine.blogspot.com/2008/01/dreams-for-women-first-official-week_12.html zu sehen.
Die Postkarten sind einfach fabelhaft geworden.
Vielleicht habe ich ja morgen die Zeit, selbst eine zu basteln. Mal sehen.
31.3.08 21:45


Row, row, row your boat - you scumbag

Eine beängstigende Unterhaltung, die so  auch nur dort geschehen konnte, wo sie tatsächlich geschehen ist. Im Fitnessstudio.

Eine kurze Vorgeschichte.

Ja, ich gestehe. Trotz meiner eklatanten Abneigung gegen Dreifachbuchstaben bin ich Mitglied einer solchen Loge geworden. Diese Vereinigung, deren Daseinsberechtigung die Produktion schöner Menschen zu sein scheint, ist gleichzeitig ein Sammelbecken für... tja... wie nenn ich das denn jetzt, ohne die mir selbst auferlegte politische Korrektheit mit Füßen zu treten? Scheiß drauf. Ich sag einfach, was ich denke, und nenne das Kind beim Namen: Gefühlte Prolls.

Was ist denn ein gefühlter Proll?
Im gegensatz zum klassischen Proll, der auf Grund von Herkunft, Bildung und sozialem Umfeld eine eher merkwürdige Einstellung zu Dingen wie Gleichberechtigung, Behandlung von Frauen oder Essmanieren hat, ist der gefühlte Proll durchweg aus gutem Hause, studiert vielleicht sogar (vorzugsweise BWL, Jura oder Medizin) und weiß ein Steakmesser von einem Zahnstocher zu unterscheiden.
Trotzdem legt er Verhaltensweisen an den Tag, die vermuten lassen, dass er entweder grade von umherfliegenden sehr schweren Gegenständen am Kopf getroffen worden ist, oder dass er schlicht die letzten drölfzehntausend Jahre Evolution verpasst hat, weil er damit beschäftigt war, um den eigenen Bauchnabel zu kreisen.
Mit anderen Worten: Er sollte es eigentlich besser wissen. Und genau das macht den gefühlten Proll in meinen Augen so beliebt wie Klümpchen in der Mehlschwitze. Jahre lang mühten sich Herschaaren von Menschen ab, ihm Erziehung und Charakter angedeihen zu lassen und was macht dieser Pfosten? Setzt sich eine coole Sonnenbrille auf, grinst verschmitzt und pfeift drauf. Er geht den einfachen Weg. Getreu dem Motto: "Arschloch sein ist leichter. Und macht mehr Spaß." Demnach ist er nicht nur ein Idiot, sondern auch noch faul. Klasse!

Also, nachdem ich hier jetzt rumgeranzt habe, sollte ich anfangen, die Konversation zu schildern, die ich im Fitnessstudio gehört habe.

Zwei GPs (Gefühlte Prolls) schwingen sich auf die Ruderergometer und fangen lässig an sich zu unterhalten.

GP 1: "Weißt du noch, als der Prof. XY erzählt hat, was ihm 1994 passiert ist?"
GP 2: "Ach, die Geschichte... ja, die war wirklich gut."
GP 1: (erzählt die Geschichte des Profs in der Ich-Form nach) "Da steh ich doch mit meinem nagelneuen BMW an der Tanke, als mich son Typ anquatscht. 'Ey boah ey' sacht der Typ 'dat is aber mal ne schäbbiche Karre, ey' Tja, sag ich, dann is es ja gut, dass du dir sie nicht leisten kannst"
Beide freuen sich nen Wolf, wie witzig und geistreich ihr Prof so sein kann und unterhalten sich noch kurz über teure Autos und dass es ja schon ziemlich geil sei, den Neid der anderen zu spüren, wenn man in einem frisch gewaschenen motorisierten feuchten Traum an der Ampel steht und die Kuplung zucken lässt.
Und wo man grade bei teuren Prestigeobjekten ist, kann man ja auch gleich noch über Frauen reden. Sie nennen sie nur beständig Miezen, Weiber, Ischen, oder (mein persönlicher Favourit) Stücke. Dieses mal ist GP 2 der große Wortführer.
GP 2: "Also wenn man mal die Parameter anschaut, die sone Mieze braucht, damit ich sie länger behalte, dann kommt da schon so einiges zusammen."
GP 1: "Joah. Aber wenn das nur was kurzfristiges sein soll, dann kann man bei manchen Parametern auch low-performances in Kauf nehmen. Der Value muss halt stimmen."
GP 2: "Aber eins muss echt immer top sein. Visuelle low-performerinnen gehen mal gar nicht. Dann kann echt die Brain-Capacity voll low sein. Hauptsache geiler Arsch."

Zeitgleich stand unweit der beiden Hirnakrobaten ein Mädel auf dem Laufband. Sie trug ein Polohemd, dessen Kragen auch nach 20 Minuten Gerenne immer noch stand und eine Perlenkette... ein Schelm, wer böses dabei denkt.
29.3.08 18:35





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